Fit für die Schule

Der Kindergarten ist für Kinder ein wichtiger Wegbegleiter. Sie lernen, eigenverantwortlich mit Spielsachen umzugehen, das Sozialverhalten, die Denkentwicklung und auch die Motorik werden gefördert – meist ganz nebenbei beim Spielen und bei gezielten Angeboten. Natürlich spielen bei der Entwicklung der Kinder auch Mama, Papa, die Großeltern und Geschwister sowie das gesamte Umfeld eine große Rolle.

Aus den Kleinen werden Vorschulkinder

Das letzte Jahr im Kindergarten ist besonders wichtig. Die Kleinen werden groß. Der Kindergarten wirkt hier natürlich unterstützend mit. Dein Kind hat in der Kita und sicherlich auch zuhause eine gewisse Selbststrukturierung, Eigenständigkeit und Konzentration gelernt. Vielleicht kann es sogar schon ein paar Buchstaben schreiben oder ein bisschen rechnen – beim “”Kaufmannsladen- Spiel” kann man dies recht häufig beobachten.  

Mit dem letzten Kindergartenjahr kommt bei vielen Kindern – aber auch Erwachsenen – ein schon ein bisschen Vorfreude auf, weil bald ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Vielleicht aber auch ein bisschen Wehmut, die schöne Zeit hinter sich zu lassen.

Der Schritt vom Vorschulkind zum Schulkind ist groß. Damit der Schulstart gut gelingt, könnt ihr zu Hause auch einiges tun. Mit Ritualen, Gesprächen, der Förderung der Eigenständigkeit und Verantwortungsübernahme zu Hause und auch beispielsweise mit kleinen Übungen für Vorschulkindern.

Dabei geht es nicht nur darum, dass Kinder die Grundlagen fürs Lesen und Schreiben lernen. ES geht auch darum, den Kindern ein bisschen eine eigene Organisation zu zeigen und Strukturen zu schaffen, die es ihnen ermöglichen, sich gut auf eine Aufgabe zu konzentrieren. 

Damit der Übergang vom Vorschulkind zum Schulkind nicht ganz so hart ist, empfehle ich, schon in den Monaten vor der Einschulung den Kindern Verantwortung zu übergeben für gewisse Aufgaben (sofern nicht eh schon geschehen). 

Vorschulkinder fördern

Damit Kinder für die Schule richtig vorbereitet sind und nicht ins kalte Wasser springen müssen, bieten viele Kindergärten Vorschulgruppen an. Eine solche Gruppe findet in der Regel einmal wöchentlich im Kindergarten statt. Hier bekommen Vorschulkinder einen ersten Einblick in den Schulalltag. Sie lernen Buchstaben und Zahlen kennen, allerdings geht es dabei eher um ein Grundverständnis von Mengen oder um das Zählen. Um das “richtige” Lesen, Schreiben oder Rechnen geht es an dieser Stelle noch nicht – in der Vorschulzeit sollen aber die Vorläuferfähigkeiten gefestigt werden, auf denen dann später die Kulturtechniken aufbauen.

Es geht also eher darum, den Weg zu ebnen. Kinder sollen beispielsweise ein Gefühl für Mengen bekommen. Dass die neun nach der acht kommt, dass Neun eines mehr ist als Acht usw. 

Schwungübungen werden ebenfalls oft gemacht und die Frage geklärt, welche Stifthaltung für das Kind die “richtige Stifthaltung” ist. 

Doch das Vorschulprogramm umfasst nicht nur Übungen am Tisch oder in der Gruppe. Es geht auch darum, dass Gemeinschaftsgefühl zu stärken und gemeinsam auch mal die Lebensumwelt “Kindergarten” zu verlassen.  So werden in der Regel besondere Ausflüge gemacht – zur Feuerwehr, zum Bäcker, zur Polizei oder auch mal in ein Kindertheater. 

Dein Kind soll sich letztendlich auf die Schule freuen und Mut schöpfen, dass die neuen Herausforderungen in der Schule meistern können.

 

Was müssen Kinder vor der Schule können?

Eltern fragen sich oftmals nicht ohne Grund, was das Kind alles können muss, damit dieses eingeschult werden kann. Es steht auf jeden Fall ein spannendes Jahr mit einem Vorschulkind bevor. Viele neue Dinge kommen nicht nur auf das Kind zu, sondern auch die Hilfe der Eltern ist gefragt.

Bei Vorschulkindern werden unterschiedliche Kompetenzbereiche in Augenschein genommen. Die kleinen Menschen sind natürlich nicht alle gleich und das ist auch gut so. Sie entwickeln sich unterschiedlich, haben verschiedene Interessen und lernen nicht gleich schnell. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass jedes Kind sein eigenes Tempo in seiner Entwicklung hat – und dies sollte berücksichtigt werden. 

Vorschulkinder haben in der Regel eine hervorragende Auffassungsgabe und sind offen für Neues. Sie möchten lernen und sind stolz darauf, wenn sie wieder etwas geschafft haben. Genau hier sollte man ansetzen und die Wissbegierde des Kindes fördern. Der Kindergarten übernimmt häufig viele Aufgaben, um die Kinder fit für die Schule zu machen. 

Wichtig ist aber zusätzlich die Unterstützung durch das Elternhaus. Auch, wenn Kindergärten gute Vorsätze haben, ein tolles Vorschulprogramm auf die Beine zu stellen, ist der Alltag nicht immer so, wie es das Konzept auf dem Papier vorsieht. Der vielzitierte Personalmangel ist hier ein wesentlicher Punkt, der dazu führen kann, dass der Alltag dann doch anders aussieht als gedacht. 

Wichtig ist auch für Eltern, dass sie sich klar machen, dass im Kindergarten wenig Möglichkeit für eine 1:1-Betreuung gegeben ist. Wenn ein Kind also in bestimmten Bereichen noch mehr Unterstützungsbedarf hat, benötigt es eine engere Anleitung, die nicht immer im Kindergarten gegeben ist.

Eltern sollten sich also nicht nur auf das Vorschulprogramm im Kindergarten verlassen, sondern sich auch selbst informieren, was sie zu Hause im engen Kontakt mit dem Kind tun können. 

Es gibt immer wieder Eltern, die Angst haben, dass sie ihr Kind überfordern könnten. Diese Angst ist unbegründet, wenn man die Unterstützung zu Hause ganz natürlich in den Alltag mit einbindet. Kinder möchten in der Regel gern Neues lernen und sind aufnahmefähig. Sie zeigen es, wenn sie sich überfordert fühlen. 

Vorschulkinder lernen bereits im Kindergarten oder zuhause die Buchstaben kennen oder sogar ihren eigenen Namen zu schreiben. Richtiges Schreibenlernen ist allerdings in der Vorschule nicht das Ziel.
Wenn dein Kind eine Einladung zur Einschulungsuntersuchung bekommt, werden bei dieser unterschiedliche kleine Tests gemacht. Kann dein Kind einfache Dinge verstehen und umsetzen? Hört es richtig und wie groß ist der Wortschatz? Erkennt dein Kind Bilder und Farben und kann es bis 10 zählen?

Dein Kind muss keinesfalls bei der Untersuchung schreiben können. Rechenaufgaben werden hier auch keine gestellt – manchmal jedoch wird geschaut, ob ein Kind bereits die Handlung hinter einer Aufgabe erkennen kann. 

“Du hast 3 Gummibärchen und bekommst noch eins von deinem Freund geschenkt – wie viele Gummibärchen hast du jetzt?” – solche Aufgabenstellungen werden in der Regel durch Bilder unterstützt, so dass das Kind auch Abzählen kann.

 Sicherlich kann das ein oder andere Kind bereits in der Vorschule so einiges mehr als es eigentlich können sollte. Das eigentliche Lernen findet jedoch später in der Schule statt.

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Was wird in der Vorschule mit den Kindern gemacht?

Kinder lernen in der Vorschule im Kindergarten vor allem auch emotionale und soziale Fähigkeiten. Jedoch ist nicht nur der Kindergarten für die Vorbereitung auf die Schule verantwortlich, auch du als Elternteil kannst dein Kind hier optimal unterstützen. Am besten geht das spielerisch und ohne Druck.

Zusammen lernen macht immer mehr Spaß und so schlage ich immer vor, alle Vorschulübungen immer zusammen mit dem Kind zu machen. So fühlt es sich nicht allein gelassen und kann alles fragen, was ihm auf dem Herzen liegt. Es hat den Rückhalt der Eltern, was ganz wichtig ist.

Welche Vorschulaufgaben im Kindergarten auf dein Kind zukommen, hängt auch immer individuell vom jeweiligen Kindergarten ab. Ob dort nun mehr Lerninhalte zum Thema Rechnen und Schreiben oder beispielsweise Eigenständigkeit und soziale Kompetenz im Vordergrund stehen, liegt in der Hand der Kindergarten-Einrichtung. Wichtig ist allerdings, dass dein Kind lernt, Zusammenhänge zu verstehen und auch altersgerecht sprechen kann. Diese Fähigkeiten sind wichtig  als Vorbereitung für die Schule.

Was können Eltern zuhause mit den Kindern machen?

Wer sein Kind hier noch weiter fördern, optimal unterstützen und vorbereiten möchte, der kann natürlich auch auf speziell ausgearbeitete Vorschulübungen zurückgreifen. Hier gibt es viele Angebote. Ich kann dir auf jeden Fall meine kostenlose Stiftmotorik-Challenge ans Herz legen. Über mehrere Tage bekommst du dabei jeweils eine Email mit Impulsen zum Umsetzen mit deinem Vorschulkind. Das Ziel ist dabei die Sicherheit im Umgang mit einem Stift!

Darüber hinaus kannst du bei deinem Sonnenschein die Feinmotorik, die Konzentration und die Geduld ganz leicht und zwanglos mit ein paar Übungen fördern. Denn vielen Kindern fällt genau dies in dem Altern etwas schwer.

Einige Dinge, die du mit deinem Kind üben kannst, einfach um die Selbstständigkeit, die Organisation und auch die kindliche Neugierde optimal zu befriedigen und zu unterstützen, wären beispielsweise

  • Schleife binden
  • Anziehen und Ausziehen der Kleidung
  • Falten
  • Schneiden und Kleben
  • Schwungübungen
  • immer wieder neue Wege im Straßenverkehr erkunden
  • Vorlesen und Singen

Wie können Buchstaben und Zahlen spielerisch geübt werden?

Ihr als Eltern müsst immer wieder neu kreativ werden, damit der Nachwuchs Interesse hat, etwas zu lernen. Das ist zwar nicht immer einfach, aber es gibt viele Möglichkeiten, die Spannung aufrecht zu erhalten. Eine tolle Idee, um die Vorschule und dein Kind zu unterstützen, sind Fühlzahlen. Du kannst diese mit deinem Kind zusammen einfach selber basteln. Hierzu benötigt du lediglich Pappe, Kleber, eine Schere und Knöpfe, Bügelperlen oder was du gerade so zuhause hast. Klebt die Zahlen einfach auf die Pappe. Der Kreativität sind hierbei wenig Grenzen gesetzt. Dein Kind lernt spielerisch und kann die Zahl hinterher mit dem Finger erfühlen.

Vielleicht verwendet du für die Zahlen unterschiedliche Materialien – so erfühlt dein Kind die unterschiedlichen Stoffe und die Feinmotorik wird zusätzlich gefördert. Gerade Vorschulkinder, aber auch Kindergartenkinder lernen so auf spielerische Art und Weise, Farben und Formen und unterschiedliche Materialien kennen.

Mit Moosgummi kann man den Kindern auch erste kleine Impulse zur Förderung des mathematischen Verständnisses geben. Lasse dein Kind die Zahlen von 1 bis 10 sortieren oder mit Buchstaben das Alphabet legen. Bastelt zusammen ein eigenes Buchstabenbuch und geht die Laute zusammen durch. Man kann auch Gegenstände aus der Zeitung ausschneiden, auf ein Blatt Papier kleben und den Anfangsbuchstaben davor schreiben.


All das fördert die Kreativität und das Verständnis für Worte. Auch Lernkarten oder Basteln mit Knete sind sehr beliebt. Hierbei können die Kinder dann ganz frei ihre Ideen umsetzen.

Seid hier kreativ, macht es gemeinsam und ohne Druck. So macht lernen Spaß. Die Kinder können so ohne Ängste an das Thema Lernen und Disziplin herangeführt werden. Die Vorschule und die Übungen sollen Spaß machen – sowohl im Kindergarten als auch zuhause.

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Seit mehr als 15 Jahren stehe ich Eltern bereits als Dipl-Ergotherapeutin bei Fragen zur Kindesentwicklung und -förderung mit Rat und Tat zur Seite.